Ein Rückblick zum Zukunftsforum

Als Teil des BMWK-geförderten Transformationsnetzwerks TIM erarbeiteten wir in Kooperation mit dem Institut für Systemisches Management und Public Governance der Universität St. Gallen eine Transformationsstudie. Im Rahmen dieser Studie wurde die aktuelle Transformation der Automobil- und Zulieferindustrie in der Region Allgäu-Bodensee-Oberschwaben erforscht.

Gemeinsam mit einem Fachpublikum aus der Region Allgäu-Bodensee-Oberschwaben sollten die strategischen Leitplanken für diese Studie beim „Zukunftsforum“ diskutiert und formuliert werden. Dabei wurden mit Akteuren der Branche auch konkrete Umsetzungsschritte definiert, um allen Beteiligten das ideale Rüstzeug für die Herausforderungen der kommenden Transformationsprozesse zu geben.

Hier sind unsere 3,5 Takeaways:

Die Region Allgäu – Bodensee – Oberschwaben…

…ist in erster Linie ein Industriestandort mit (internationalen) Großkonzernen, globalen und hidden Champions – und „zusätzlich“ (nicht ausschließlich und vor allem nicht vorrangig) eine Tourismusregion. Das sowohl mit Blick auf die Anzahl der Erwerbstätigen als auch der Wertschöpfung. Diese Botschaft muss stärker in der Außenkommunikation und im Regionalmarketing hervorgehoben werden, um weiterhin Führungs- und Fachkräfte in die Region zu holen bzw. zu halten.
…verbindet die gleichen Fragestellungen und Herausforderungen. Die Region zeigt Stärken in den Bereichen automatisiertes und vernetztes Fahren, autonome Systeme und Mobilitätssystemen. In übergreifenden Pilotprojekten sollten diese gemeinsam bearbeitet werden. Transformationsthemen sollten darüber hinaus sowohl mit Blick auf Technologien als auch Geschäftsmodellentwicklung branchenunabhängig bzw. -übergreifend angegangen werden.
…hat allerdings noch Bedarfe im Bereich der ingenieurs- und technikwissenschaftlichen (Weiter-)Qualifikationen und ist mit Blick auf tertiäre Abschlüsse bundesweit unterrepräsentiert. Hier besteht Handlungsbedarf, um High Potentials in die Region zu holen und zu halten.

…gibt es als solche (noch) nicht, aber sie könnte bzw. sollte stärker EINE Region werden.

Spannende Einblicke in die Transformation lieferten dazu Gerhard Gumpoltsberger für die ZF Group und Benjamin Bönisch für die ETO GRUPPE, sowie Heinz-Leo Dudek für den Hochschulbereich.

In den anschließenden Breakout-Sessions konnte in kleineren Gruppen zu den Themen Innovation, Region und Mensch diskutiert werden, um weitere hilfreiche Impulse für die Studie zu bekommen.